Pass bei der Botschaft beantragen, Teil 2

Das mit dem Passbild brauchte dann auch zwei Anläufe. Beim ersten Versuch kam der Kopf viel zu klein raus. Dabei hatte ich dem Foto-Meister genau erklärt, was ich wollte; hatte mir sogar eine Skizze aus dem Netz ausgedruckt… Vier Passbilder haben mich dann 12 Ringgit gekostet (ca. 3 Euro).

Heute gings dann zur Botschaft. Die ist im Herzen KLs, nur ein paar Meter von den Petronas-Towers entfernt, auf der Jalan Tun Razak, im 26-sten Stock des Tan&Tan-Gebäudes. Ich hatte mir den Vormittag dafür freigenommen, denn die haben nur von 9-12 geöffnet.

Vor halb zehn loszufahren, wäre wohl eine doofe Idee gewesen – zuviel Stau. Ich ließ es deshalb ruhig angehen und trudelte so gegen 10:00 dort ein. Alle Formulare hatte ich dabei, genügend Geld auch. Zumindest dachte ich das. Laut Internet sollte so ein Pass wohl um die 60 Euro kosten, dazu noch 25 drauf, weil ich noch in Deutschland gemeldet bin, also so um die 350 Ringgit.

Nix war. Mir klappte der Kiefer runter als die (wirklich sehr) nette Dame hinterm Schalter mir eine Rechnung über 604 RM rüberschob. Google sagt, das sind 129.366068 Euro in richtigem Geld. Teurer Spaß, leider hatte ich dafür nicht genug dabei. Ich musste zur Bank. Laut Auskunft vom Schalter wäre die nächste Maybank bloß fünf Minuten zu Fuß von hier, eigentlich kein Problem, da es normalerweise hier nur am Nachmittag regnet – normalerweise. Nicht heute.

Als ich die 26 Etagen runter gefahren bin, goß es auf´s übelste. Da half nix, das teuer geparkte Auto musste ran. Eine Bank war dann zwar schnell gefunden, leider auf der anderen Straßenseite der Jalan Ampang. Wegen fehlender Wendemöglichkeiten ging es dann noch so fünf Kilometer weiter und erst dann wieder zurück. Das Auto wurde in malaysischer Manier direkt vor der Bank ins Halteverbot geparkt und ich hob mein Kleingeld ab.

Dann wieder zurück, Auto teuer in der Tiefgarage geparkt, 26 Etagen rauf, bezahlt und “auf Wiedersehen” gesagt. Runter, Parkplatz bezahlt, losgefahren.

Den Weg nach Hause finde ich mir meistens mit Wegweisern. Erstmal also los, gefühlsmäßig ein paarmal abgebogen, gab aber keine Wegweiser. Mich beschlich so eine Ahnung, dass ich hier in die falsche Richtung fuhr. Inzwischen stoppte wenigstens der Regen. Eine halbe Stunde später war ich wieder mitten im Stadtzentrum und fand eine Straße, die mir bekannt vorkam. Von hier ging es dann recht schnell nach Hause, gegen 12:30 war ich sogar im Büro;)

Jetzt bin ich nur gespannt, wie lange der neue Pass auf sich warten läßt. Immerhin bin ich stolz, dass ich diesmal nicht bis zur letzten Minute gewartet habe…

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