Einkaufen in Times Square, KL

Times Square hier rechts.Wenn wir am Wochenende Zeit haben, dann verbringen wir die landestypisch gerne einmal in einer Shopping-Mall.

Im Großraum Kuala Lumpur gibt es ein Überangebot an Einkaufsmöglichkeiten. Eines der interessantesten Überangebote ist Times Square, an einer top-zentralen Adresse im goldenen Dreieck, im Herzen KLs. Gegenüber liegt mit Sungai Wang Plaza die populärste Mall, einige andere sind wild darum verstreut.

Times Square ist imposant!

Zwischen zwei pompösen Turmen findet man zehn weite, helle Etagen, die Verkaufsflächen bieten. Dazu kann man sich in einem Indoor-Theme-Park mit Rollercoaster austoben, eine Auswahl an Kinofilmen schauen, oder das IMAX besuchen. Das edle Ambiente soll Heimat für ein exklusives Einkaufserlebnis bieten und? zielt? vornehmlich auf wohlhabende Malaysier, Expats und Touristen.

Vor allem in den unteren Etagen gibt es dann auch Produkte namhafter Hersteller. Je weiter man sich allerdings hocharbeitet, desto mehr Nippes und Plunder findet man. Dort gibt es genau das, was man? auch auf den billigen Nachtmärkten bekommen kann.? Vor einigen Monaten war Times Square noch die beste Adresse für? billigste DVD-Raubkopien: drei für zehn Ringgit (ca. 2,50 €), die inzwischen aber verschwunden sind.? In der vierte Etage wird dann vollends offensichtlich, dass Times Square hoffnunglos überdimensioniert ist. Die ist nämlich so gut wie leer. In den darüberliegenden Stockwerken wird es nicht besser, nur vereinzelt sind Ladenflächen überhaupt vermietet. Für die letzten Etagen werden noch nicht einmal die Rolltreppen angeschaltet, denn es kommt keiner – nicht mal am Sonntag.

Ich war auf der Suche nach einem Pol-filter. In einem renomierten Laden fand ich einen, der mit 145 Ringgit ausgepreist war. Die Frage nach dem “best price” brachte satte 20%: 110 Ringgit.Ich schaute erst einmal weiter.

Nur zwei Läden weiter fand ich exakt den selben Filter, mit stolzen 465 Ringgit ausgepreist. Das war lächerlich. Der “best price” hier waren 200 Ringgit. Alles klar, hier wird man gnadenlos abgezockt.

In einem Fotogeschäft in der dritten Etage wurde mir zunächst ein hochwertiger Filter für über 800 Ringgit angeboten. Ein kostengünstiger trug eine 150 auf dem Preisschild und den hätte ich für 120 Ringgit mitnehmen können. An dieser Stelle hatte ich eigentlich vor, zum ersten Laden zurückzukehren. Als ich mich ans Aufbrechen machte, gab sich der Händler dann doch noch einen Ruck und sein letztes Angebot waren 70 Ringgit. 15 € für einen Pol-Filter? Da muss man nicht weiter verhandeln. Ich kaufte das Ding und plauderte ein bisschen mit dem Händler. Als wir vor einigen Monaten das erste Mal Times Square besuchten, erschien mir alles noch bedrückender und ich glaubte, eine positive Entwicklung beobachtet zu haben. Da konnte der Händler aber nur mit dem Kopf schütteln, die gäbe es nicht. Es wäre echt hart, hier die Kosten decken zu können. Er pries mir noch ein bisschen Kamerazubehör an und ich merkte mir den Laden mal für später vor. Dort kann man günstig einkaufen.

So ist Times Square wohl mit das imposanteste, was Kuala Lumpur zu bieten hat: eine riesige, pompöse Einkaufsmeile, mit weitläufigen Etagen und hohen Decken, die einfach mal leer ist! Während sich die vorwiegend jungen Shopper in Sungai Wang gegenseitig auf die Füße treten, kann man sich direkt gegenüber in aller Ruhe umschauen und mit ein bisschen Verhandlungsgeschick echte Schnäppchen schlagen.

Sehenswert also, weil es so surreal ist.

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Per Schiff versendeten Hausrat abholen…

Containerhafen.Nie wieder!
Ich hatte heute nach der ersten Stunde (8-10) frei gemacht, meine Chefin hat das ganz problemlos okayed. Pünktlich kurz nach 10 ging es dann von unserem Dozenten-Heim runter nach Port Klang, zum Hafen.
Dort wollten wir Kisten mit Haushaltsutensil abholen, die bereits seit 10 Tagen dort im Hafenlager auf uns warteten. Ein Bekannter hatte die vor ein paar Wochen aus Australien losgeschickt.
Bereits kurz nach 11:00 hatten wir tatsächlich unseren Agenten gefunden – dank einer guten Wegskizze.
Der kassierten ein bisschen, und erklärten uns den Weg zum EDI (keine Ahnung, was für ein Unternehmen das genau ist), das war dann auch recht schnell gefunden.
Dort füllten wir (mit Hilfe) ein hölle-kompliziertes Formular aus, mussten eine Stunde warten, und kamen dann wieder.
Jetzt schickte man uns anhand einer gefaxten, schlechten Wegskizze zum Northport, wo das Lagerhaus war.
Gut, es war gerade erst 1:20, wir lagen gut in der Zeit. Der Northport an sich war dann schnell gefunden, aber wir hatten keinen Plan, wo auf dem riesigen Areal wir hin mussten. Deshalb cruisten wir einmal durch, und fragen dann einen Freund und Helfer.
Der schickte uns zu ein paar Lagerhallen. Da gab es ein paar mehr Bullen am Tor, die alle ganz locker waren. Ich bekam einen Visitor-Pass, und dann waren wir unterwegs zu Halle 2.

Dort angekommen mussten wir das Büro unseres Unternehmens finden. Das war dann letztlich auf der Seite der Halle, an der wir nicht geparkt hatten. Egal, während Ilene dort einiges klärte, holte ich halt das Auto rum.
Ilene war bei meiner Rückkehr nicht mehr imBüro, sondern im Erdgeschoss, wo ihr erklärt wurde, dass Sie noch einen Stempel vom Zoll benötigte.
Der Typ bei EDI hatte auf unsere ausdrückliche Frage verneint, dass wir da hin müssten. Super.
Also Weg erklären lassen, raus aus dem Northport und den Zoll gefunden. Es war gegen 3:00.
Ich parkte das Auto, Ilene ging schonmal vor.
Als ich wiederkam, laberte sie mit einem Typen, der ihr im Flur erklärte, wo sie hinmuß, und schonmal einen mitgeführten Stempel auf Forumlar drückte. Er ging dann voraus, kannte offenbar alle Beamten, und hatte in 5 Minuten drei Bearbeiter abgeklappert! Wir hätten in der Zeit wohl noch nichtmal den ersten gefunden;)
Einer der Beamten wollte uns dann keinen Stempel auf unser schönes Formular stempeln, weil ein schnurloses Telefon in der Ladung ist, aber der Typ rannte mal eben eine Etage weiter rauf und kam mit allen nötigen Stempeln nach 5 Minuten zurück, super!
Wir dankten ihm und drückte ihm nen 10er in die Hand. Er freute sich. Wir uns auch. Ohne ihn hätte uns das mindestens eine weitere Stunden gekostet. Seine Karte wies ihn als Logistikunternehmer aus, kein Wunder also. Er fragte uns ob wir weitere potentiellen Kunden für ihn hätten und wir merkten ihn uns für später vor, man weis ja nie.
Dann schnell zum Lagerhaus, sechs Kisten mit dem Gabelstapler holen lassen, hinten im ZX die Sitze umgeklappt, Kisten rein und dann aber ab!
Den Wegweisern hinterher waren wir dann ganz schnell zu Hause, etwa gegen 16:30.
In den Kisten waren nur ein paar Klamotten, Schüsseln und sonstiger kleiner Hausrat drinne, aber eben auch ein paar wichtige Dokumenten und Fotos.

Nochmal mache ich sowas nicht mit, das ganze Gehetze… ich glaube, alles neu kaufen, wäre auch noch billiger gewesen;)
Unser Zimmer ist jetzt jedenfalls ganz schön voll..