Abschlussfeier am College

Das war nun schon das zweite Mal, das ich das mitmachen konnte (durfte?) – die Graduation Ceremony bei uns am College. Wenn die Studenten hier ihre Zwei- und Drei- jahreskurse absolviert haben, dann gibt es Abschlussfeier (Convocation) wo sich alle verkleiden dürfen, mit Talar und Mortar Board (weiß garnicht, wie das auf Deutsch heißt) und dann zwei Stunden lang zuschauen können, wie allen ihr Zeugnis überreicht wird.

Naja, im Grunde ist es eine ziemlich öde Veranstaltung, jedenfalls für die, die nicht gerade selbst im Rampenlicht stehen oder deren Eltern. Die sind natürlich unheimlich stolz dass ihre Sprößlinge es geschafft haben und aus deren Perspektive ist das schon eine nette Sache. Zumal ich damals mein Zeugnis mit einem feuchten Händedruck im Sekretariat überreicht bekam, will sagen, zu Hause ist der Uniabschluss dann doch recht unspektakulär.

Die Veranstaltung heute wird aber sicher noch eine Weile in Erinnerung bleiben, zumindest eine der Abschiedsreden einer Studentin aus dem IT-Kurs.

Ich weiß nicht, was genau ihr durch den Kopf gegangen ist. Die Idee ist eigentlich, eine Rede zu halten, die Erinnerungen weckt, froh in die Zukunft blickt und alle Graduates anspricht. Sie hingegen beweihräucherte sich zehn Minuten selbst, erzählte allen, wie gut Ihre Leistungen sind, was sie alles fürs College getan hat, dass ihre eigene kleine Firma inzwischen bestens floriert und dass sie in die Endrunde eines lokalen Schönheitswettbewerbes vorgedrungen ist – das alles in einer überzogen gekünzelten Tonlage, dass es einfach nur peinlich war.

Na, Gott sei Dank ist sie ja hier fertig;)

Hintendrein gabs noch eine lange Fotosession mit allen Studenten (ein paar hundert) und einen kleinen Happen zu essen. Ist schon ganz gut, dass das nur einmal pro Jahr stattfindet, denn dafür musste ich heute schon extra zeitig aufstehen. Und das zum Samstag.

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